Man sollte. Wir könnten. Wenn… Coole Projekte in der Ausbildung

Man sollte. Wir könnten. Wenn…
In der Tat bin ich in sehr vielen Ausbildungsunternehmen unterwegs und erhalte einen guten Einblick in diese. Wenn wir dann neue Möglichkeiten hinsichtlich Ausbildungsmarketing, neue Lehr- und Lernformen, Auswahl von Azubis oder spannende Projekte besprechen und planen, erhalte ich oft die Antworten:

Das sollten wir auch mal angehen wenn Zeit da ist…
Wir könnten das auch mal versuchen…
Wenn wir mehr Personal hätten, wäre vieles Möglich…

Viele Ausbildungsbetriebe haben keine Ausreden – dort wird angepackt und losgelegt. Sicherlich liegt das an den Ausbildern die motiviert ans Werk gehen und “wollen” und an der Ausbildungsleitung die “lässt” und damit auch evtl. ein Risiko eingeht.

Zwei sehr gute Beispiele möchte ich kurz vorstellen:

1. Die Firma Trumpf aus Ditzingen gab Ihren neuen Azubis und DH-Studenten einen Auftrag den sie gemeinsam bewältigen durften. In gemischten und sehr unterschiedlichen Teams wurde folgende Aufgabe gestellt:

Was kann man aus einem Würfel aus Blech mit 30x30cm Kantenlänge und 300,00 Euro Budget alles machen? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Die Teams setzten sich zusammen und konnten innerhalb von 3 Monaten absolut sehenswerte Würfel bauen.

Ein Würfel war ein transportables Musikstudio betrieben mit Solarzellen, ein andere Würfel beherbergte in sich eine komplette Küchenmaschine mit Saftpresse, Toaster, Kaffeautomat – alles absolut funktionstüchtig. Insgesamt hatte ich bei meinem Besuch bei Trumpf 5 Cubes gesehen die mich total beeindruckt haben. Toll, welche Möglichkeiten man hier diesen Teams gibt!

2. Das Unternehmen Elster-Kromschröder aus Büren hatte die Idee, einen alten unbrauchbaren Flipper von ihren Azubis wieder zum Leben zu erwecken.

2500 Zeilen Programmcode und zahlreiche Arbeitsstunden, die oft in die Freizeit hineinreichten, führten zum Ziel. „Unser Flipper enthält eine selbst programmierte Festplatte und zeichnet eine Gasregelstrecke nach“, erläuterte ein Azubi im Interview mit der Osnabrücker Zeitung.

Diese beiden Beispiele zeigen, dass man den Ausbildung interessant gestallten kann und dabei noch alle Lerninhalte des Rahmenlehrplans abdeckt.

Tolle Aktionen – tolle Unternehmen. Ohne “wenn, dann, später, geht nicht….”



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